Autor: lebenstatthochglanz

  • Mehrgenerationenhaus: Warum wir uns für das Zusammenleben entschieden haben

    Mehrgenerationenhaus: Warum wir uns für das Zusammenleben entschieden haben

    Wir haben uns nicht für ein Mehrgenerationenhaus entschieden, weil bei uns immer alles harmonisch läuft. Ganz im Gegenteil. 😉

    Wir sind eine ganz normale Familie. Wir lieben uns, wir gehen uns manchmal gehörig auf die Nerven, wir diskutieren, lachen und helfen uns – und manchmal würden wir uns vermutlich am liebsten gegenseitig vor die Tür setzen.

    Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – haben wir uns entschieden, unser Leben noch ein Stück mehr miteinander zu teilen.

    Denn für uns bedeutet Familie auch, füreinander da zu sein. Nicht nur bei den großen Dingen im Leben, sondern gerade im ganz normalen Alltag. Mal braucht jemand Hilfe mit den Kindern, mal muss mit den Hunden jemand einspringen, mal steht ein Termin an, bei dem Unterstützung gut tut. Und manchmal ist es einfach schön zu wissen: Da ist jemand.

    Gleichzeitig kann jede Generation etwas geben – und jede bekommt etwas zurück. Die Kinder wachsen mit Oma und Opa in unmittelbarer Nähe auf, die Großeltern erleben viel mehr vom Alltag ihrer Enkel, und wir Erwachsenen können uns gegenseitig unterstützen, statt dass jeder versucht, sein komplettes Leben allein zu organisieren.

    Und ja: Auch Geld spielt eine Rolle. Darüber muss man nicht verschämt schweigen. Wohnraum ist teuer, Lebenshaltungskosten steigen und vieles wird nicht günstiger, nur weil mehrere Generationen einer Familie getrennt voneinander leben. Warum also nicht Dinge teilen, Kosten sinnvoll verteilen und das nutzen, was bereits vorhanden ist?

    Für uns bedeutet Mehrgenerationenleben deshalb nicht, ständig aufeinanderzusitzen. Es bedeutet, Nähe und Rückzug miteinander zu verbinden. Jeder soll seinen eigenen Bereich, seine Privatsphäre und sein eigenes Leben haben – aber eben mit der Familie direkt nebenan.

    Ob das immer funktioniert? Keine Ahnung. 😄
    Genau darum geht es hier. Nicht darum zu zeigen, wie perfekt Mehrgenerationenleben sein kann, sondern wie es wirklich ist: mit Vorteilen, Reibereien, Kompromissen, Chaos – und hoffentlich ganz vielen Momenten, in denen wir merken, warum wir uns dafür entschieden haben.